Hamburger Zettelwirtschaft

BehördenposseScreenshot  mopo.de

Sie wünschten sich für ihren Sohn Johann, 4, ein neues Zuhause und taten das, was viele tun: Sie hängten einen Zettel an einen Laternenpfahl. „Wir suchen eine größere Wohnung“, stand darauf. Deswegen sollen die Studenten Philip, 32, und Jenny, 31, jetzt zahlen, berichtet die „Hamburger Morgenpost“. Die Zentralstelle für Wildplakatierung schickte demnach einen Gebührenbescheid über 100,30 Euro.

Genau, die Zentralstelle für Wildplakatierung. Laut Webseite der Stadt Hamburg zuständig für: „Bekämpfung der Wildplakatierungen im gesamten Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg, Verfolgung und Ahndung von Verstößen gegen die einschlägigen Verbote nach dem Hamburgischen Wegegesetz und der Hamburgischen Bauordnung.“

Von 2008 bis 2012 haben die dortigen Beamten 792 Fälle bearbeitet, 147 Mal verhängten sie ein Bußgeld. Seit 2006 hat die Stadt so 140.238 Euro eingenommen, das geht aus einer Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. 

Wenn die Stadt künftig noch mehr Wohnungssuchende wie Philip, Jenny und Johann bestraft, verdient sie sich ein nettes Taschengeld. Und die Beamten der Zentralstelle für Wildplakatierung dürften sich so schnell nicht langweilen.

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